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Wie in jedem Jahr wird die Gruppe Werne mit einem Infostand in der Fußgängerzone auf die Menschenrechtssituation in aller Welt aufmerksam machen. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte beteiligt sich die GRUPPE WERNE von AMNESTY INTERNATIONAL am Samstag, den 10. Dezember, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr mit einem Stand in der Fußgängerzone/Ecke Markt am Briefmarathon 2011 unter dem Motto
DEIN BRIEF KANN LEBEN RETTEN! Insgesamt wurden gesammelt: Für einen angeblich homosexuellen Kameruner: 79 Unterschriften, zur Verbesserung der Menschenrechtssituation von Flüchtlingen 146 Unterschriften.
Dies ist seit 50 Jahren ein Leitsatz von Amnesty International. Zum Briefmarathon im Jubiläumsjahr soll dies nun ganz besonders betont werden.
Der diesjährige Briefmarathon steht anlässlich des Geburtstagsjahres von Amnesty international unter dem Motto "Shine a Light". Nicht nur angesichts der Weihnachtszeit sowie der langen, dunklen Tage ist dieses Motto für unseren Einsatz für Einzelfälle natürlich ein sehr passendes Motto: Amnesty bringt seit inzwischen fünf Jahrzehnten Licht ins Dunkel, wo Menschenrechtsverletzungen im Verborgenen gehalten werden sollen, und gibt damit vielen Menschen in schwierigsten Situationen einen Funken Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Von den insgesamt 5 Einzelfällen, die in diesem Jahr von Amnesty International ausgesucht wurden, hat die Werner Gruppe den Fall des 32-jährigen Studenten Jean-Claude Roger Mbede für die Aktion gewählt. Er verbüßt derzeit eine dreijährige Haftstrafe wegen „Homosexualität und versuchter homosexueller Handlungen“, beides stellt nach dem kamerunischen Strafgesetzbuch eine Straftat dar. Es besteht Grund zur Annahme, dass er nicht nur unter den unmenschlichen Haftbedingungen leidet, sondern zudem auch der akuten Gefahr homosexuellenfeindlicher Übergriffe und Misshandlungen durch Mithäftlinge und Gefängnisangestellte ausgesetzt ist. Amnesty International betrachtet Jean-Claude Roger Mbede als gewaltlosen politischen Gefangenen, der sich lediglich aufgrund seiner mutmaßlichen sexuellen Orientierung in Haft befindet. Nähere Informationen sind unten angefügt. Zudem werden wir mit einer Unterschriftenaktion (s.u.) auf die Lage der Flüchtlinge in Nordafrika aufmerksam machen. In der Petition an den Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich fordern wir § die Aufnahme von Flüchtlingen aus Nordafrika, die der UNHCR als schutzbedürftig eingestuft hat. § die Unterstützung der südlichen EU-Mitgliedstaaten bei der Aufnahme und Versorgung von Flüchtlingen und MigrantInnen, auch durch die Aufnahme von Menschen in der Bundesrepublik. § die Sicherstellung, dass bei allen Rückübernahmeabkommen mit nordafrikanischen Staaten die Menschenrechte der Flüchtlinge und MigrantInnen gewahrt bleiben.
EINE IDEE, … Am 10. Dezember 2001 führte eine Lokalgruppe der polnischen Sektion von Amnesty International in Warschau einen Briefmarathon durch. Die Teilnehmenden trafen sich während 24 Stunden, schrieben 1000 Briefe zugunsten ausgewählter Gewissensgefangener und schickten sie an die Regierungen der betreffenden Länder. Die Aktion war ein großer Erfolg. Zwei Jahre später wurde die Idee von Amnesty-Sektionen in der ganzen Welt aufgenommen.
…. DIE ZIELE…. Ziel des Briefmarathons ist es, in der Woche des Internationalen Tages der Menschenrechte (10. Dezember) weltweit möglichst viele Menschen dafür zu gewinnen, Briefe zu schreiben – Briefe an diejenigen Regierungen, welche verantwortlich sind für die unrechtmäßige Inhaftierung, die Folter und Misshandlung oder eine sonstige Gefährdung von Personen, die sich friedlich für ihre Überzeugungen und/oder die Gewährleistung der Menschenrechte in ihrem Land eingesetzt haben. Deren Schicksal gewinnt dadurch eine Öffentlichkeit, und der Druck auf die Regierungen steigt. Die Briefe sind gleichzeitig für die Betroffenen und ihre Angehörigen auch ein Zeichen der Solidarität, ein Signal gegen das Vergessen. Amnesty kann für die Einrichtung von Standaktionen und Schreibaktionen auf die Unterstützung zahlreicher Schulklassen, Jugendgruppen und Kirchgemeinden zählen und sucht auch die Zusammenarbeit mit privaten PartnerInnen.
…. UND DIE ERFOLGE. Letztes Jahr wurden aus über 50 Ländern mehr als 636.000 Appellschreiben und Solidaritätsbotschaften versandt. In sieben der zehn Fälle, für die sich Amnesty International im Rahmen des Briefmarathons 2010 eingesetzt hat, veränderte dies etwas - zum Besseren. So wurde beispielsweise der gambische Oppositionspolitiker Femi Peters frühzeitig aus der Haft entlassen. Allein die Tatsache, dass Menschen aus vielen verschiedenen Ländern Briefe schreiben, hilft den Betroffenen meist sehr, denn so wissen sie, dass die Welt sie nicht vergessen hat. So sagte Khady Bassène aus dem Senegal, deren Mann 1999 festgenommen wurde und seitdem verschwunden ist: "Es hat mich sehr berührt, dass so weit von Senegal entfernt lebende Personen an meiner Situation Anteil nehmen."
Vaclav Havel, ehemaliger Dissident und Gewissensgefangener und später tschechischer Präsident: „Mein Fall belegt, dass diese Form der Aktion Sinn macht und Erfolg bringt.“
WEITERE INFORMATIONEN IM INTERNET UNTER:
http://www.amnesty.de/Briefmarathon/Briefmarathon-2011
http://www.amnesty-werne.de/ Bilder vom Stand in der Fußgängerzone, bei dem zahlreiche Unterschriften gesammelztwerden konnten und wir viele Leute zum Kauf eines Amnesty-Tees aniemieren konnten, dessen Erlös der Arbeit von Amnesty International zugute kommt: